Zwischen Kindergarten, Chinesisch und 1000 Bäumen

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Die ersten Wochen zurück in Shanghai hatten es in sich: Ankommen und wieder in den Alltag finden … Rhythmus und Routinen wieder einzubauen – und das in der Mega City.

Diesmal hatten wir mit dem Jetlag den Dreh raus – Olivia und ich waren relativ schnell wieder in der neuen Zeitzone angekommen. Zumindest schlugen wir uns diesmal nicht mit dem Thema „Frühstück“ mitten in der Nacht herum.

Rückkehr in den Kindergarten – und eine neue Aufgabe für Raphi

Zurück im Kindergarten – zurück in ein Konstrukt von mehr Selbstständigkeit und Regeln – also das Gegenteil von Hotel Mama, Oma, Tante, Goli und allem, was wir in Österreich so genießen durften. 😆 War dann doch eine leichte Umstellung für unsere Prinzessin,👑

Ende August läutete der jährliche Löwentanz in der Schule das neue Schul-/Kindergartenjahr ein. Und das hieß für Olivia: neue Gruppe, denn die alte wurde aufgrund sinkender Kinderzahlen aufgelöst. Es kommen immer weniger Expats nach Shanghai, die wirtschaftliche Lage der westlichen Firmen wirkt sich auch in diesem Bereichen aus.

Nichts desto trotz ist Olivia nun in der Löwengruppe und musste sich zuerst mit den neuen Abläufen vertraut machen. Aber wie wir es aus vielen anderen Bereichen schon kennen, sind Kinder ziemlich situationselastisch und haben relativ schnell wieder ihre neuen Abläufe im Blut.

Aber natürlich geht es jetzt nicht mehr ganz so bequem wie in den vergangenen Wochen. Nun heißt es wieder: Schuhe selbst anziehen, Spiele selbst verräumen und nicht mehr der absolute Mittelpunkt einer erwachsenen Person sein.

Ich denke, viele Mamas kennen dieses Gefühl der Freude, wenn wieder Alltag einkehrt.😂

Wie zu Beginn eines jeden Kindergarten-/Schuljahres starteten wir auch hier mit einem Elternabend, bei dem wir alle wichtigen Infos bekamen: Ausflüge, Ferienzeiten und den neuen Wochenplan, welcher wieder aus Bibliothek, Sport, Atelierzeit, Englisch und NEU für 4-Jährige Chinesisch-Freispiel besteht. Dies hört sich ziemlich straff an . Aber mit der spielerischen Art neue Dinge zu erlernen findet es Olivia ziemlich cool.

Auch mit dem Schwimmunterricht starten wir in Kürze – damit Olivia das im Sommer erlernte Schwimmen hoffentlich bald in Fleisch und Blut übergeht. Wir sind gespannt wie ein Schwimmkurs in China abläuft.

Natürlich wird auch im Kindergarten der Elternvertreter gewählt. Und ja, was soll ich sagen, den „Wink“ hier verstehen wohl Olivias Goli und Gödi, aber es entstand auch bei dieser Wahl diese besondere Situation – oder besser typische Situation:
die Frage nach Freiwilligen, die den Elternvertreter übernehmen möchten, und siehe da, jeder Erwachsene im Raum sieht auf den Boden, an die Decke, muss auf die Toilette oder zufällig läutet das Telefon. Haha. 😂

Und die liebe Raphi aka Mama von Olivia, ist natürlich wieder völlig reingetappt (das passierte mir in der Arbeit auch des Öfteren, wenn „Freiwillige“ gesucht wurden). Nun bin ich stellvertretende Elternvertreterin der Löwengruppe. 🙈🦁

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Unser 3. Hochzeitstag – und wir verstehen nur Chinesisch 😅

Wenn der Hochzeitstag mit sehr viel Gelächter beginnt – dann lernst du wahrscheinlich Chinesisch 😎 – zumindest in unserem Fall.

Denn am Tag genau zu unserem 3. Hochzeitstag starteten wir mit unserer ERSTEN Chinesischstunde. Ja, richtig gelesen, es gab zwar auch “klassisch” Blumen und ein Abendessen – aber ja, die Chinesischstunde war auf alle Fälle mal was Anderes.

Nachdem es Christian wichtig war, ein paar mehr Wörter als nur Hallo, Danke und Auf Wiedersehen auf Chinesisch sprechen zu können, ergriff er die Initiative und organisierte uns eine Chinesischlehrerin, welche uns von nun an zweimal die Woche unterrichtet.

Und so, unter dem Motto „Aller Anfang ist schwer“, befürchte ich, dass dieses Motto sehr lange anhalten wird. Denn Chinesisch zu lernen ist WIRKLICH schwer 🙉 – noch dazu spricht die Chinesischlehrerin kein Deutsch, d. h. sie unterrichtet uns auf Englisch, was für mich quasi gleich die doppelte Lehreinheit bedeutet. 🤓 Wir werden sehen….

Aktuell üben wir die richtige Betonung und das Aussprechen der Laute. Immerhin kann ein simples Wort wie “ma” – je nach Aussprache – ganz unterschiedliche Dinge bedeuten:

mā (妈) – Mutter / Mama
má (麻) – Hanf, taub/kribbelig
mǎ (马) – Pferd
mà (骂) – schimpfen, beleidigen

Und ja, ich hätte kein Problem damit, wenn ich statt Mama -> Pferd genannt werden würde, aber das sehen vermutlich nicht alle so entspannt. Außerdem empfinde ich es eher als Gesangsunterricht (nicht das ich wüsste wie es beim Gesangsunterricht abläuft) aber für mich fühlt sich diese Sprache eher Singend als sprechend an.

Spannend wird es dann tatsächlich bei solchen Sätzen … wenn man plötzlich, anstatt ins Bett zu gehen, Dumplings bekommt.

Wǒ yào shuìjiào 我要睡觉 = Ich möchte schlafen. 😴
Wǒ yào shuǐjiǎo 我要水饺 = Ich möchte Dumplings. 🥟

Das ist nur ein Beispiel von unendlich vielen. Ich werde Euch diesbezüglich auf alle Fälle berichten, welche Fails uns passieren, wenn wir das erste Mal mit unseren Chinesischkenntnissen auf die Straße gehen. 😂

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Coming soon: “Worst of Streetstyle Shanghai” 🚶‍♂️‍➡️🙈

Apropos Straße: Ich arbeite gerade an einem etwas anderen Beitrag, den ich in den nächsten Wochen hochladen werde. Und zwar geht es um die ulkigsten und lustigsten Streetstyles unserer Mitbürger – wie sie sich vor der Sonne schützen und was sie sonst noch alles so auf der Straße oder in Einkaufscentern machen oder mithaben.

Und eins sei gesagt: Mittlerweile ist es schon fast „normal“ aber wenn man die ersten Berührungen hat ist es kaum zu glauben. Einen kleinen Vorgeschmack zeige ich Euch mit den Bildern. 🙈

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Streifzug durch das “M50”-Viertel 🖼️

Christian ist/war aktuell wieder geschäftlich in Japan unterwegs und ich nutzte die Zeit, um ein Viertel von Shanghai zu erkunden, das wir bisher noch gar nicht gesehen haben. Das M50.
Das M50 Art District in Shanghai ist ein ehemaliges Industrieareal, das sich zu einem beliebten Zentrum für zeitgenössische Kunst entwickelt hat.

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In den alten Fabrikhallen und Lagergebäuden befinden sich heute Galerien, Ateliers und kreative Ausstellungen. Besonders spannend ist die Mischung aus industrieller Architektur und moderner Kunst, die M50 zu einem besonderen Ort für Kunst- und Kulturinteressierte macht.

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Direkt neben dem M50 Art District befindet sich mit den 1000 Trees ein beeindruckendes Beispiel moderner Architektur. Wer bei diesem futuristischen Gebäude allerdings an ein Kunstprojekt oder eine außergewöhnliche Wohnanlage denkt, irrt sich: Bei den 1000 Trees handelt es sich um eine Shopping-Mall. Besonders auffällig ist die Fassade mit mehr als 1.000 Bäumen und zahlreichen Pflanzen. Die Begrünung sieht nicht nur spektakulär aus, sondern trägt auch zur Kühlung der Umgebung bei und bietet zusätzlichen Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Der Kontrast zwischen den alten Industriegebäuden des M50 und der futuristischen Architektur der 1000 Trees macht dieses Viertel besonders spannend. Wer sich für Kunst, außergewöhnliche Architektur und moderne Stadtentwicklung interessiert, sollte daher diesen Teil Shanghais unbedingt bei seinem Besuch einplanen.

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Nun aber beginnt die Vorfreude, denn es steht wieder einiges im Kalender, auf das man sich freuen kann. Bald kommen uns Oma Berta und Opa Andi besuchen. Olivia ist hier schon sehr aufgeregt, wenn sie endlich Besuch bekommt. ☺️

Sie kommen pünktlich zum Ferienstart der Kita, denn aufgrund des Mondfests und der Golden Week (Erklärung dazu beim nächsten Mal mehr) hat Olivia knapp 14 Tage Ferien, und wir werden hier die Zeit mit Oma und Opa bestimmt genießen.

Also bis dahin – genießt die herbstlichen Temperaturen in Österreich. 🍂

Bei uns ist es zwar auch bereits etwas kühler, aber damit meine ich: Die Tageshöchstwerte liegen nur noch bei knapp 30 Grad. Nicht mal in der Früh führt man hier seine Übergangsjacke oder Langarmteile aus, denn wir starten täglich mit angenehmen 24 Grad in den Tag. ☀️

Bis bald! 👋

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