Nachdem wir unsere letzten Sachen gepackt hatten, war der große Tag gekommen und es ging – mit der Familie an unserer Seite – endlich Richtung Flughafen Wien. Und wie so oft vor großen Veränderungen schickte uns das Leben ganz klare Hinweise: Zwei Tage vor Abflug verabschiedete sich die Batterie von Christians Auto, kurz darauf brannte auch noch die WC-Glühbirne durch.
Spätestens da war klar: Okay, jetzt sollen wir wirklich los.
Gut vorbereitet – mit jeder Menge Snacks, Filmen und Podcasts – machten wir uns auf den Weg. Schließlich stand uns eine lange Reise bevor.
🛫 Viele Hände, schnelles Gepäck & ein Abschied mit Herz 🤗
Nachdem wir – mit ordentlich Familienbegleitung – am Flughafen angekommen waren, wurde uns schnell bewusst, wie hilfreich die familiäre Verstärkung war – in jeder Hinsicht. Denn das Gepäck aufzugeben, ging mit vielen Händen deutlich schneller – Teamwork vom Feinsten.
Der Abschied? Natürlich tränenreich.
Doch Olivia setzte dem Ganzen ein Ende und meinte ganz trocken:
„Ihr braucht nicht weinen. Wir sehen uns im Sommer wieder.“
So zauberte sie uns allen trotz Tränen ein Schmunzeln ins Gesicht 😄.
Völlig ahnungslos, was sie noch erwarten würde, marschierte Olivia hochmotiviert durch die Sicherheitskontrolle. Dort bestieg sie ihren vom Christkind gebrachten Koffer und wurde stolz durch den Flughafen gezogen – bereit für ihr internationales Abenteuer.
Scherben bringen Glück 🍷
In der Lounge angekommen, zerbrach gleich mal ein Weinglas. Kein Grund zur Panik – Scherben bringen schließlich Glück 🍀. Also neues Glas geholt, die Jacke sauber gemacht und auf das bevorstehende Abenteuer angestoßen. 🍷
Und dann ging’s planmäßig los und wir flogen von Wien über München nach Shanghai.
Olivia verschlief beinahe den gesamten Flug 😅, während wir versuchten, es ihr gleichzutun – was uns leider nicht ganz so gut gelang. 🥱 Überpünktlich landeten wir bei 10 Grad Außentemperatur in unserer neuen Wahlheimat – quasi direkt in “the Hai” 🦈.


Jetlag, Sonnenschein & das Leben per Handy 📱
Der Jetlag hatte uns die ersten Tage fest im Griff. Unser Hauptziel: irgendwie einen Rhythmus finden und nicht mitten in der Nacht über Frühstück nachdenken.
Der Wettergott meinte es dafür extrem gut mit uns. Sonne, trockenes, kühles Wetter – besser hätten wir es nicht treffen können. ☀️ Die ersten Tage verbrachten wir damit, uns mit den Basics vertraut zu machen. Uns war zwar bewusst, dass hier alles übers Handy läuft – zahlen, bestellen, organisieren – aber bis wirklich alles funktioniert, braucht es definitiv noch etwas Übung.

Olivia kam immer besser an und ließ sich von neugierigen Blicken nicht abhalten, den Spielplatz in der näheren Umgebung ausgiebig zu nutzen.
Unsere neuen besten Freunde heißen übrigens Didi – Taxis, die gefühlt immer und überall verfügbar sind und ab jetzt unser Fortbewegungsmittel Nummer eins sind. 🚕

Termine statt Listen & Warten auf unsere Kisten 🛍️
Statt klassischer To-do-Listen bestimmten nun Termine und verschiedene Checks unseren Alltag – das bedeutete, erst einmal quer durch die Stadt zu tigern.
Beim Gesundheitscheck wurde zum Glück nicht unsere Fitness, sondern lediglich unser Allgemeinzustand überprüft. 💪😅
Dann war auch endlich der Moment gekommen und wir bekamen endlich unsere Wohnungsschlüssel 🔑.
Es folgten Erkundungstouren bei Ikea und unzähligen anderen Stores. Natürlich mussten auch die Fashion Stores kurz begutachtet werden. Mein Fazit: Alles gibt es hier in vielfacher Ausführung, Qualität und Farbe – aber Beratung? Fehlanzeige 😅. In dieser Hinsicht ist man hier auf sich allein gestellt. 🤷♀️

Mit einem Übersetzer, der mittlerweile fix am Homebildschirm installiert ist, und den Basics, die wir schon als Kinder gelernt haben – Bitte (Qǐng) und Danke (Xièxiè) – kommt man aber auch auf einem anderen Kontinent gut weiter.
Kulinarische Annäherung 🌶️
Kulinarisch tasten wir uns langsam heran. Anfangs typisch westlich, dann zunehmend experimentierfreudiger. Dabei probierten wir eine ultrascharfe Chili 🌶️ – und beim bloßen Gedanken daran brennt mir jetzt noch der Mund.

Entertainment beim Essen und natürlich auch für Kids gibt es hier an allen Ecken und Enden – in sämtlichen Farben und Formen. Aktuell kämpfen wir noch mit einigen „Neins“, denn wenn es nach Olivia ginge, hätten wir bereits die schrillste und kitschigste Deko. Für ihr Zimmer wird das vermutlich nicht ausbleiben – deutlich bunter als zu Hause in Österreich 😅.

Wie geht’s weiter?
In den nächsten Tagen werden wir erst mal unsere Wohnung wohnlich machen und hoffen vor allem, dass auch alle unsere Kisten den Weg zu uns finden. 🙏 Danach möchten wir den “Compound” erkunden (also unsere unmittelbare Wohnumgebung) und uns langsam auf den Kindergarten einstimmen, den Olivia Ende Jänner starten wird.



