Stoffmarkt statt Fussl, Schwammerl statt Pilze und Dumplings mit Prosecco

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Die letzten beiden Wochen vor dem Abflug waren für uns eher gemütlich hier in Shanghai.
Wir besorgten noch alles, was wir für unseren langen Heimaturlaub benötigen. Unter anderem ein Outfit für die bevorstehende Firmung – und da ich jetzt nicht mehr direkt an der Quelle sitze, musste ich mich anderweitig umsehen. Da es in Shanghai keinen Fussl gibt und die Zeit nach unserer Ankunft in Österreich nicht ausreichen würde, um noch in einer Filiale etwas zu kaufen, probierte ich den Stoffmarkt aus (ich werde nämlich zum 2. Mal Firmgoli).

Zwei Geburtstagsfeiern standen ebenfalls noch auf der Tagesordnung. Und ich habe hier bereits Freunde, die ich irgendwie ALLE nochmal sehen wollte, bevor es dann in die Sommerpause geht.

Zwischendurch brauchten wir auch mal ein ruhiges Wochenende, wo wir Zeit als Familie hatten – denn Christian war wirklich viel unterwegs. Wie erzählt, ging es für ihn von Peking nach Bangkok, von Bangkok nach Shanghai, dann wieder von Shanghai nach Tokio und von dort wieder zurück nach Shanghai – und dann gemeinsam nach Wien. Und das alles in 2,5 Wochen. 😅

Klingt fast wie ein Jetset-Leben, ist es aber keinesfalls. Das viele Reisen und Unterwegssein macht müde und daher sind solche Wochenenden auch enorm wichtig, um die Batterien wieder aufzuladen.

Unser Countdown zum Heimaturlaub: Von Schwammerln, Stallluft und Wasserspaß

Olivia und ich haben in dieser Zeit hier in Shanghai die letzten Tage bis zum Kita-Ende genossen – aber ähnlich wie in Österreich machen sie auch hier kurz vor Ende viele Ausflüge und Abschlussfeiern.

So waren wir gemeinsam mit allen Eltern aus der Gruppe zum Abschluss im Mushroom Park, wo die Kinder etwas über Pilze 🍄‍🟫 lernten (auf Chinesisch – man konnte also nur erahnen, was genau erklärt wurde). Danach durften sie selbst Pilze ernten, was bei Olivia richtig gut angekommen ist. Und wir mussten unseren deutschen Kollegen erst einmal erklären, dass es bei uns „Schwammerl“ heißt 😂

Der Abschluss war dann Essen, Spielen und die Farm genießen – also alles, was Kinderherzen glücklich macht.

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Und es ging gleich weiter für Olivia: mit ihrer Gruppe besuchten sie noch einen nahe gelegenen Reiterhof und konnte dort schon ein bisschen Stallluft schnuppern – quasi die perfekte Vorbereitung, bevor wir bald wieder die Luft unseres Lieblingsstalls inhalieren.

Es war ja Anfang Juni schon angenehm warm (zumindest empfinde ich es als angenehm mit täglich ca. 30 Grad). Wir nutzten das Wetter am Nachmittag nach der Kita, um einen etwas anderen Badespaß zu haben – so testeten wir die Wasserspaß-Anlage in Panlong 💦, wo extra für Kinder zahlreiche Wasserfontänen und Nieselregen gebaut wurden. Eine gute Abkühlung für uns, bevor die Regenzeit hier begonnen hat, die Luftfeuchtigkeit täglich an die 70–90 % hat und der Nieselregen gefühlt dauerhaft spürbar ist.

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Zwischen Geburtstagsparty (inklusive Töpfern) und Drachenbootfest (端午节)

Am Wochenende vom 19. Juni war Olivia nicht nur auf einer Jungs-Geburtstagsparty eingeladen, wo sie das Töpfern ausprobieren durfte, auch das Drachenbootfest (端午节) fällt im Jahr 2026 auf den 19. Juni und zählt zu den wichtigsten traditionellen Feiertagen in China.

Es wird am 5. Tag des 5. Monats nach dem chinesischen Mondkalender gefeiert und erinnert an den Dichter Qu Yuan, der der Legende nach aus Protest gegen Korruption im Fluss ertrank. Um ihn zu ehren und symbolisch zu schützen, entwickelten sich Bräuche wie die Drachenbootrennen sowie das Essen von Zongzi, mit Reis gefüllten und in Blätter gewickelten Päckchen ( siehe Foto) Zusätzlich hängen viele Menschen Mugwort (Beifuß) und Kalmus über Türen oder Fenster, da diese Pflanzen traditionell als Schutz vor Krankheiten, Unglück und „bösen Einflüssen“ gelten und zur Reinigung sowie Gesundheit im feucht-warmen Frühsommer beitragen sollen. Das Drachenbootfest verbindet so bis heute Mythologie, Schutzrituale und sportliche Traditionen.

Wir selbst haben leider keine Rennen gesehen, weil die Geburtstagsparty genug Action war – aber wir haben von meiner Chinesischen Freundin Zongzi bekommen und so tauchten wir Freitag Mittag ein bisschen in die Tradition ein und im Kindergarten wurde ebenfalls die Tradition sehr liebevoll aufgegriffen und Olivia meinte nur: Zongzi sind „sehr lecker“.

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Wie ich meine chinesischen Kochkünste entdeckte

Apropos Essen – ich durfte meine chinesischen Kochkünste unter Beweis stellen, die bis vor diesem Vormittag quasi nicht vorhanden waren. Aber unser Event-Team machte einen Jiaozi -Vormittag, und so habe ich mich einfach direkt “ins kalte Wasser” geschmissen. 👩‍🍳

Aber was sind Jiaozi?
Das sind eine chinesische Variante von Dumplings. Während „Dumpling“ als Oberbegriff für gefüllte Teigtaschen aus verschiedenen Ländern dient, bezeichnet „Jiaozi“ speziell die chinesische Form, die gekocht, gedämpft oder gebraten zubereitet werden. So lernte ich von meinen chinesischen Freunden: How to make Chinese Dumplings by yourself.

Ich kann nur sagen: Fuzelarbeit wie im Lehrbuch 😅 – nicht unbedingt meine Stärke. Aber mit den Mädels an der Seite hat es richtig Spaß gemacht und war auch echt ziemlich lecker. Dazu Prosecco 🥂 sowie einige andere Köstlichkeiten und gute Gespräche – so lässt sich ein Vormittag aushalten. (So sieht aber nicht jede Woche ein Vormittag aus 😆).

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Und als ich das hier so tippe, denke ich mir, dass ich den oben geschriebenen Satz:

„Die letzten beiden Wochen vor Abflug waren für uns eher gemütlich hier in Shanghai.“

wohl revidieren sollte – denn aus der Ferne wirkt auch unser gemütliches Sein stressig. 🫢
Aber das ist Shanghai: 1000 Möglichkeiten und kein bisschen fad. 😀

Dennoch stieg die Vorfreude auf Zuhause – darauf, unsere Familie und Freunde wiederzusehen, gutes heimisches Essen zu genießen und das eine oder andere WM-Spiel zu einer vernünftigen Zeit zu sehen (denn hier in Shanghai hat unsere deutsche Bar „Zeitgeist“ sogar die ganze Nacht geöffnet und überträgt alle Spiele von D, Ö und Schweiz live).

So kann es auch passieren, dass Fans um 1 Uhr morgens ins „Beisl“ gehen und bis 4:30 der Nationalmannschaft beim Spielen zusehen. 😂
Kein Einzelfall – anhand der Bilder sehen wir, dass die Bar buchstäblich bis zum letzten Platz gut gefüllt war.

Nun freuen wir uns aber, wenn wir euch fleißigen Leser bald in die Arme schließen können. dass wir persönlich „Geschichten“ austauschen und dabei all die Neuigkeiten von Zuhause zu erfahren können.

Somit geht es hier bei Threeinthehai erst mal in die Sommerpause – und wir sehen uns in der Heimat. 🤗

Alles Liebe 🙂

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