Wie ich im letzten Artikel schon kurz angeteasert hatte, bin ich nun Mitglied des Event-Kommitees an der Deutschen Schule Shanghai (kurz DSS). Als erste Amtshandlung stand dabei gleich einmal die Planung und Organisation des alljährlichen, großen Sommerfests am Campus Hoggiao am Programm. In diesem Artikel nehme ich euch mit auf meinen Ausflug ins Event-Management – von den Planungs- und Aufbauarbeiten über das Fest selbst bis hin zur wohl verdienten “Event-Afterparty”. 🥳 Viel Spaß!
Teil 1: Planung und Aufbau – oder: Es ist im Leben nichts umsonst
Für mich war es der erste Einsatz im Event-Team. Ehrenamtliche Arbeit kenne ich bereits aus Österreich, zum Beispiel aus dem Reitverein, wo wir immer tatkräftig zusammengeholfen und oft ziemlich „gehackelt“ haben, um Veranstaltungen auf die Beine zu stellen.
Deshalb dachte ich mir, dass ich gut vorbereitet bin, wenn es darum geht, die Ärmel hochzukrempeln und ein Event zu organisieren. 💪
Überpünktlich – da habe ich wohl noch die Fussl-Pünktlichkeit im Blut, was bedeutet, mindestens 15 Minuten früher da zu sein – erschien ich zum vereinbarten Treffen. Schnell wurde mir klar, dass hier einiges anders läuft.
Während alle gemütlich eintrudelten, wurde erst einmal geplaudert und gewartet, bis wirklich alle da waren. Auch das war wieder eine völlig neue Erfahrung für mich. Also plauderte ich ebenfalls mit und hörte aufmerksam zu, welche Geschichten es so zu erzählen gab.
Ich wartete auf jemanden, der Ansagen macht, quasi die Führungskraft dieser Organisation. Und ihr wisst ja, ich nehme gerne das Ruder in die Hand. Doch bei einer für mich völlig unbekannten Tätigkeit musste ich die Füße stillhalten und warten, bis ich meine Aufgabe bekam.
Als schließlich alle einig waren, wo welche Girlande hinkommt, wo die Bälle aufgehängt werden und wie die Dekoration auf den Tischen vorbereitet wird, lernte ich schnell: Auch in diesem Bereich läuft es anders als im Reitverein.
Denn hier im Event-Team kletterten wir nicht selbst auf die Leiter, um diverse Dinge anzubringen. Nein, hier wurde von unten gezeigt, wo wir was haben möchten. Und da war schnell klar: Wenn drei Leute mitreden, wird es wohl eine Weile dauern, bis alles dort hängt, wo wir es haben möchten.
Bitte versteht mich nicht falsch – ich empfand das keineswegs als störend. Doch wenn man sonst immer selbst an der Front steht, ist auch das wieder eine neue Erfahrung.
Das Motto des diesjährigen Sommerfestes war die Fußball-WM. 🏆 Und wie es die Welt so will, dreht sich auch hier alles um Fußball. ⚽️
So wurde alles mit passenden Girlanden dekoriert, und auch wir vom Team bekamen tolle Trikots. Als einzige Österreicherin im Team musste ich natürlich das deutsche Trikot anziehen. Grundsätzlich finde ich die deutsche Dress sogar stylischer als die österreichische, aber trotzdem wäre ich meinem Land gerne treu geblieben. 🇦🇹😄
Und noch einmal zurück zum Aufbau: Ich hätte nicht gedacht, dass ich meine Skills von Fussl hier brauchen würde. Doch als es hieß, die Fenster der Schule zu bekleben – wer kann das? – zeigte ich ziemlich selbstsicher auf. Immerhin habe ich bei Fussl gelernt, wie eine ordentliche, streifenfreie Beklebung auszusehen hat.👌 😄
Und ja, ich bekam Lob. Sehr viel Lob sogar. Mir wurde gesagt, dass noch nie so gerade und sauber geklebt worden sei. In diesem Moment bestätigte sich wieder einmal eindrucksvoll die Aussage, dass im Leben nichts umsonst ist.
Teil 2: Das große Sommerfest
Nun aber zum Sommerfest selbst.
Der Wettergott meinte es ausgesprochen gut mit uns, denn es war perfektes Wetter für Spiel, Spaß und kühle Getränke im Freien. ☀️⚽️🤹🏻♀️🤸♀️🍹🧋
Olivia und Christian, die pünktlich um 14:00 Uhr zum Beginn gekommen waren, staunten nicht schlecht, was hier auf die Beine gestellt wurde. Für die Kinder gab es jede Menge Aktivitäten und auch kulinarisch ein Stück europäische Fast-Food-Küche. Von Döner bis Leberkässemmel war quasi alles vorhanden, was man hier sonst eher nicht so bekommt. 😋
Wir fühlten uns sehr wohl und stellten fest, dass wir mittlerweile bereits eine tolle Community haben und schon viele Leute kennen. Nach fast einem halben Jahr hier in „The Hai“ hatten wir viel zu lachen, und auch die Kinder hatten jede Menge Spaß. 🥳
Teil 3: Die wohl verdiente After-Party
So war meine Aufgabe im Event-Team ein voller Erfolg. Und als ich hörte, dass sie nach erfolgreichen Veranstaltungen immer gemeinsam ausgehen, kam mir das ebenfalls sehr gelegen. 🥳
Also machten wir uns die darauffolgende Woche Freitag „schick“ und auf ging’s in die City.
Treffpunkt für unser Dinner war das „The Nest“, ein wirklich hippes Restaurant mit unglaublich gutem Essen und einem tollen Blick auf die Skyline. 🏙️
Ich genoss den Abend mit den Mädels, die so unglaublich viel zu erzählen hatten. Was auch kein Wunder ist, wenn so viele unterschiedliche Charaktere zusammenkommen: von indisch über französisch bis thai, von „schon ewig in Shanghai“ bis „gerade erst angekommen“ – damit meine ich mich –, von gut 50 bis Anfang 30.
Es war einfach schön, all diesen starken Persönlichkeiten zuzuhören und zu erfahren, was sie bereits erlebt haben und an welchen Orten sie schon gelebt haben. 😍
Und es war einmal eine Bestätigung dafür, dass es auch mal gut ist, das gewohnte Umfeld manchmal zu verlassen, um neue Erfahrungen zu sammeln, neue Menschen kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören.
Während ich diese Zeilen fertig getippt habe, sitzen wir bereits im Flugzeug zu unserem nächsten Abenteuer. Und nein, noch nicht zum Heimaturlaub. ☺️
Für uns geht es nun erst mal noch nach Peking 🤩, in die Hauptstadt Chinas, wohin ich euch natürlich auch wieder mitnehmen werde.
Bis bald und alles Liebe!





























